Ingenieurbüro für Embedded-Systeme · Wolfratshausen bei München

Elektronik, Firmware und Datenplattform aus einer Hand.

Ich entwickle Geräte, die im Feld funktionieren müssen: vom Schaltplan über die Firmware bis zur Datenbank und zum Dashboard. Für Industrie, Ingenieurbüros und Start-ups, die einen Entwickler suchen, der Hardware und Software zusammen denkt.

Batteriebetriebener Funksensor wird in frischen Beton eingesetzt
seit 2021eigene Sensorik im Dauerbetrieb
seit 2010Embedded-Entwicklung, Debug- und Trace-Werkzeuge
seit 2022selbstständig mit embetic
Hardware bis AppSchaltung, Layout, Firmware, Backend, Oberfläche
KleinserieStückliste, Fertigung, Prüfung, Dokumentation

Leistungen

Was ich für Sie entwickle

Fünf Bereiche, die in echten Projekten selten getrennt auftreten. Meist beginnt es mit einem davon und wächst.

01

Embedded-Firmware und Low-Power

Firmware in C für ESP32, AVR und RP2040, bare metal oder mit FreeRTOS. Funk über BLE 5 und Mobilfunk (LTE-M, NB-IoT). Bootloader und Updates im Feld, Stromaufnahme bis in den Mikroampere-Bereich optimiert.

C / ESP-IDFBLE 5NB-IoTOTAµA-Budget
02

Hardware, Platine und Gehäuse

Schaltungsentwurf und Layout in KiCad, zwei- und vierlagig, inklusive 2,4-GHz-Antenne und Fertigungsunterlagen. Gehäuse in FreeCAD, gedruckt oder gefräst. Von der Idee bis zur bestückten Kleinserie.

KiCadFreeCADStückliste3D-Druck
03

Steuerung und Messtechnik

Python-Steuerungen auf Raspberry Pi mit SPS-Ein- und Ausgängen, Treiber für Vakuum-, Hochspannungs- und Messgeräte, Sicherheitsverriegelungen, automatisierte Prüfabläufe. Kommunikation über MQTT.

PythonMQTTRaspberry PiSPS-I/OGerätetreiber
04

Datenplattform, Web- und Mobile-Anwendungen

Zeitreihen-Datenbanken, Dashboards und Bedienoberflächen für Touchscreen und Browser. Mobile Apps mit Flutter für Android und iOS, etwa zum Einsammeln von Sensordaten per Bluetooth. Betrieb in Docker, mit Backup und Überwachung. Vom Prüfstand bis zum Kundenportal.

InfluxDBGrafanaDjango / ReactFlutterDockerLinux
05

Fehlersuche und Review

Wenn ein System sporadisch aussteigt: Fehler eingrenzen, minimal reproduzieren, bis zum Patch des Herstellers verfolgen. Firmware-Audits und eine zweite Meinung zu Architektur, Schaltung oder Stückliste.

Trace / DebugFirmware-AuditCode-Review
Arbeitsweise

Erst verstehen, dann messen, dann bauen.

01 · Verstehen

Anforderungen, die man prüfen kann. Ziel, Randbedingungen und Abnahmekriterien werden geklärt, bevor etwas gebaut wird.

02 · Messen

Ein Prototyp, der Zahlen liefert. Entscheidungen fallen anhand von Messwerten aus dem Zielsystem, nicht anhand von Annahmen.

03 · Übergeben

Quellcode, Fertigungsunterlagen und Dokumentation, mit denen Sie ohne mich weiterkommen. Viele Kunden entscheiden sich dennoch für eine weitere Zusammenarbeit: Betrieb, Weiterentwicklung, nächste Gerätegeneration.

Projekte

Ausgewählte Arbeiten

Sechs Beispiele aus den letzten Jahren, von der Denkmalpflege bis zum Prüfstand. Jedes beginnt mit einer Aufgabe und endet mit einem messbaren Ergebnis.

Sensormodul an einem historischen Bleiglasfenster
Denkmalpflegeseit 2021memo-2.0

Klimamonitoring an historischen Glasfenstern

Mehrere Fenster einer Kathedrale, je ein Sensormodul im Zwischenraum der Schutzverglasung und eines am Originalglas. Temperatur, Feuchte und Oberflächentemperatur alle paar Minuten, Übertragung per Mobilfunk, Auswertung im Kundenportal.

Ergebnis: lückenlose Daten seit 2021 bei mehrjähriger Batterielaufzeit, jährlicher Bericht zur Taupunkt-Unterschreitung, Wirksamkeit der Schutzverglasung belegt.
Industrie2024 bis heutePython

Automatisierung einer Anlage ohne Schnittstelle

Ein zugekauftes Gerät ließ sich nur über seine Windows-Oberfläche bedienen. Ein Python-Agent liest den Bildschirm per Bilderkennung und Texterkennung aus, meldet den Zustand über MQTT und setzt Kommandos der Leitsteuerung auf der Oberfläche um.

Ergebnis: läuft seit 2024 im Produktivbetrieb als einzelne ausführbare Datei, über mehrere Versionen des Fremdsystems hinweg gepflegt.
Prüfstände2024 bis heuteDocker

Messdaten-Plattform für einen Anlagenbauer

Zeitreihen aus verteilten Prüfständen laufen in einer zentralen Plattform zusammen: Kurzzeitspeicher, Langzeitarchiv, Dashboards für Anwender und Kunden. Geräte wählen ihre Zieldatenbank selbst, neue Standorte kommen ohne Handarbeit dazu.

Ergebnis: ein Docker-Stack mit automatischer Einrichtung, Dashboards in mehreren Feedback-Runden mit dem Endkunden geschärft.
Elektronik2026KiCad

Sicherheitsverriegelung in Kleinserie

Relaisbasierte Verriegelung mit Selbsthaltung, Lichtwellenleiter-Ausgang zur galvanisch getrennten Meldung, BNC-Anschlüsse, Verpolschutz und Statusanzeige. Schaltplan, Layout, bewertete Stückliste mit Bezugsquellen.

Ergebnis: Kleinserie gefertigt, Unterlagen so aufbereitet, dass der Kunde nachfertigen lassen kann.
Funksensor an einer Bewehrung vor dem Betonieren
Eigenentwicklung2022 bis heuteESP32-C3

Funksensor mit Verlaufsdaten im Beacon

Ein batteriebetriebener Sensor sendet nicht nur den aktuellen Wert, sondern seine Historie der letzten Tage per BLE 5 Extended Advertising. Kein Pairing, jedes Smartphone kann Daten einsammeln. Eigene Platine in sieben Revisionen, Gehäuse, App.

Ergebnis: Feldtests in Estrich und Ortbeton, ein sporadischer Fehler im Funkstack des Herstellers eingegrenzt und bis zum Patch begleitet.
Review2024MicroPython

Firmware-Audit und Stabilisierung

Eine Gerätefirmware auf Raspberry Pi Pico verhielt sich unzuverlässig. Analyse des Task-Lebenszyklus, Entprellung und Doppelaufrufe behoben, Blockierzeiten reduziert, Abbruch und Fehlerbehandlung sauber gezogen.

Ergebnis: stabile Firmware, Änderungen im Vergleich zum Original dokumentiert, Tätigkeitsbericht übergeben.

Eigenentwicklung

memo: Sensorik für den wartungsfreien Langzeitbetrieb

Aus einer Anfrage der Denkmalpflege ist 2020 eine eigene Produktfamilie entstanden. Sie zeigt den gesamten Entwicklungsweg aus einer Hand: Sensorik, Platine, Gehäuse, Firmware, Mobilfunkanbindung, Backend, Kundenportal und App.

memo-2.0 Basismodul mit angestecktem Sensormodul
im Feld seit 2021

memo-2.0

Modulares Datenerfassungssystem für Messstellen ohne Stromanschluss und ohne Netzwerk vor Ort. Ein Basismodul versorgt bis zu 24 austauschbare Sensormodule, zeichnet lokal auf und überträgt die Daten per Mobilfunk in das Kundenportal. Entwickelt für Messreihen über Monate und Jahre, an Orten, an die niemand regelmäßig kommt.

  • Bis zu 24 Sensormodule je Basismodul, automatische Erkennung beim Anstecken
  • Messgrößen: Temperatur, Luftfeuchte, berührungslose Oberflächentemperatur, Licht und UV, Luftdruck und Luftqualität
  • Mobilfunk LTE-M und NB-IoT mit GPRS-Rückfall, weltweit nutzbare SIM
  • Mehrjährige Laufzeit mit einem Satz Lithiumbatterien, im Dauerbetrieb bestätigt
  • Firmware-Updates aus der Ferne über eigenen Bootloader mit Prüfsummen
  • Fernkonfiguration von Mess- und Sendeintervallen, ohne Vor-Ort-Termin
  • Kundenportal mit Dashboards, Datenexport und Jahresberichten als Service
  • Anwendungen: Taupunkt-Überwachung, Spannungsrissanalyse an Glas, Lichteinfluss, Klimaverteilung in Gebäuden
2020Entwicklungsstart auf Anfrage aus der Denkmalpflege, erster Prototyp im Dezember installiert
2021Dauerbetrieb der ersten Anlage, Fernkonfiguration und Update-Mechanismus im Feld
2022Generation 2.0 mit Display, Einsatz in Deutschland und Israel, Förderung durch den Innovationsgutschein Bayern
PatentPatent angemeldet, das Erteilungsverfahren beim Deutschen Patent- und Markenamt läuft
in Entwicklung

memo-BT

Kompakter Funksensor für Restfeuchte und Temperatur in Estrich und Beton. Er wird beim Einbau in das Bauteil eingebracht, verbleibt dort und sendet seine Messhistorie per Bluetooth Low Energy an jedes Smartphone in Reichweite. Aktuell erweitert um eine Drucksonde zur Füllstandsmessung.

Smartphone mit Messkurven vor einer Betonwand, daneben zwei Sensorgehäuse

Über mich

Matthias Bußjäger

Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik und Technische Informatik. Zwölf Jahre habe ich bei Lauterbach, einem Hersteller von Debug- und Trace-Werkzeugen, Embedded-Software entwickelt und Projekte für Multicore-Prozessoren geleitet. Seit 2022 bin ich selbstständig. Ich arbeite vom eigenen Arbeitsplatz in Wolfratshausen aus und regelmäßig vor Ort: beim Kunden, im Labor, an der Anlage.

Matthias Bußjäger, stilisiertes Portrait
  • Herkunft: Ausbildung zum Industrieelektroniker, dann Studium mit Diplomarbeit zur funktionalen Sicherheit nach ISO 26262 im Automotive-Umfeld.
  • Schwerpunkt: die Schnittstelle zwischen Hardware und Software. Ich entwickle beide Seiten und suche Fehler dort, wo sie entstehen, nicht nur dort, wo sie sichtbar werden.
  • Arbeitsform: als Entwicklungspartner für Ingenieurbüros und Anlagenbauer, als Entwickler für Start-ups, für Fehleranalyse und technische Bewertung bestehender Systeme.
  • Regulierte Umgebungen: Erfahrung aus dem GMP-Umfeld mit Arbeiten nach SOP, Kalibrier- und Prüfprotokollen und elektrischer Sicherheitsprüfung nach DIN VDE 0701-0702. Nützlich, wenn Ihre Geräte in Labor oder Pharmaproduktion bestehen müssen.
  • Werkzeuge: C/C++, Python, MicroPython, KiCad, FreeCAD, Linux, Docker, Git. Oszilloskop und Lötstation stehen neben dem Rechner.
  • Regionen: Raum München und remote. Vor Ort, wenn es um Inbetriebnahme, Messungen oder Laborarbeit geht.

Kontakt

Erzählen Sie mir, was nicht funktioniert oder was noch nicht existiert.

Ein erstes Gespräch ist unverbindlich. Schicken Sie ein paar Sätze zur Aufgabe, ich melde mich innerhalb weniger Tage per E-Mail mit Rückfragen oder einem Vorschlag zum Vorgehen. Wenn Sie ein Telefonat bevorzugen, nennen Sie im Formular einfach eine Nummer und einen passenden Zeitraum.

StandortWolfratshausen bei München
ErreichbarkeitWerktags, Termine vor Ort nach Vereinbarung
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