Eigenentwicklung

memo: Messsysteme für den wartungsfreien Langzeitbetrieb

Zwei Geräte für dieselbe Aufgabe in unterschiedlichen Umgebungen: über Monate und Jahre messen, ohne Stromanschluss, ohne Netzwerk vor Ort und ohne dass jemand regelmäßig vorbeikommen muss. memo-2.0 überträgt per Mobilfunk in das Kundenportal, memo-BT funkt seine Messhistorie per Bluetooth an das Smartphone.

im Feld seit 2021

memo-2.0: modulares Datenerfassungssystem mit Mobilfunk

Ein Basismodul, bis zu 24 austauschbare Sensormodule, eine integrierte SIM-Karte. Das System zeichnet lokal auf, überträgt in einstellbaren Intervallen in das Kundenportal und läuft mit einem Satz Batterien über Jahre. Konfiguration und Firmware-Updates erfolgen aus der Ferne. Sie stellen Ihr Sensornetz aus den Modulen zusammen, die Ihre Fragestellung braucht, und erweitern es bei Bedarf im laufenden Betrieb.

memo-2.0 Basismodul mit angestecktem Sensormodul
Basismodul platzieren

Magnetisch, verschraubt oder verklebt. Kein Netzteil, kein WLAN.

Sensormodule anstecken

Per Kabel an der Messstelle montiert. Jedes Modul wird erkannt und erhält eine feste Kennung.

Intervalle wählen

Messen im Minuten- bis Stundentakt, senden im Minuten- bis Wochentakt. Änderungen aus der Ferne.

Daten auswerten

Dashboards im Kundenportal, Export der Rohdaten, auf Wunsch jährliche Berichte.

Das Wichtigste in Kürze

BaugruppeAngaben
BasismodulHandtellergroß, ca. 180 g mit Batterien. Display und Taste für Ein- und Ausschalten, Datenkontrolle und Einbindung neuer Sensormodule. Batterien vom Anwender wechselbar.
SensormoduleKompakt, ein bis drei Sensoren pro Modul, bis zu 24 je Basismodul. Messgrößen: Temperatur, Luftfeuchte, berührungslose Oberflächentemperatur, Kontakttemperatur, Licht und UV, Luftdruck und Luftqualität. Weitere Messgrößen auf Anfrage.
KommunikationLTE-M und NB-IoT mit GPRS-Rückfall, integrierte SIM-Karte, international nutzbar. Fernkonfiguration und Firmware-Update aus der Ferne.
Laufzeit und UmgebungMehrere Jahre mit einem Batteriesatz, abhängig von den Intervallen. Einsatz von -20 °C bis +70 °C im Innenbereich und in geschützten Außenbereichen.

Anwendungen

Sensormodul mit Infrarot-Sensor an einem Fenster
Taupunktanalyse

Wann und wo unterschreitet eine Oberfläche den Taupunkt? Kondensation an Glas, Wand oder Objekt erkennen, bevor Schäden entstehen.

Spannungsrisse in Glas

Temperaturunterschiede über eine Glasfläche erfassen und mit Licht- und Klimadaten in Beziehung setzen, um Rissursachen einzugrenzen.

Lichtmessung

Beleuchtungsstärke und UV-Anteil über Tage und Jahreszeiten aufzeichnen, um Lichteinfluss auf empfindliche Oberflächen zu bewerten.

Klimaverteilung

Temperatur- und Feuchteverteilung in großen Räumen oder über mehrere Räume hinweg, mit einem Basismodul und vielen Messpunkten.

Sensormodul an einem historischen Bleiglasfenster

Aus der Praxis

Zwei Beispiele

Schutzverglasung an einer Kathedrale. Je ein Sensormodul im Zwischenraum zwischen Schutz- und Originalglas und eines am Originalglas selbst, über mehrere Fenster verteilt. Die Daten zeigen seit 2021, wie stark die Schutzverglasung das Originalglas erwärmt und dass Kondensat auf der Schutzscheibe bleibt. Jährliche Berichte fassen die Taupunkt-Unterschreitungen zusammen.

Spannungsrisse in einer historischen Kirche im Ausland. Kontakt- und Raumklimamodule zusammen mit Lichtsensoren auf großen Glasflächen. Weil das Mobilfunknetz vor Ort nur GPRS zuverlässig bot, erhielt das Gerät eine angepasste Firmware; die Umstellung erfolgte aus der Ferne.

Kundenportal

Ihre Daten, Ihre Ansicht

Jeder Kunde erhält einen eigenen Zugang zum Kundenportal. Dashboards zeigen Verläufe, Vergleiche zwischen Messstellen und berechnete Größen wie den Taupunktabstand. Rohdaten lassen sich exportieren. Die Ersteinrichtung der Ansichten ist im Lieferumfang enthalten, spätere Anpassungen und Jahresberichte biete ich als Service an.

Beispiel eines Dashboards mit Klimaverläufen über mehrere Wochen

Häufige Fragen

Funktioniert memo-2.0 auch außerhalb Deutschlands?

Ja. Vor einem Einsatz im Ausland kläre ich mit Ihnen die Netzabdeckung am Standort und stelle das Gerät bei Bedarf auf das dort zuverlässigste Netz ein.

Brauche ich Hilfe bei der Einrichtung?

Das System kommt vorkonfiguriert. Sie schalten es ein, montieren die Module und sehen die ersten Daten im Portal. Die Einrichtung des Portals ist enthalten.

Kann ich das System später verändern?

Ja. Sensormodule lassen sich im laufenden Betrieb hinzufügen oder tauschen, Intervalle ändere ich aus der Ferne. Jedes Modul behält seine Kennung, damit Messreihen zuordenbar bleiben.

Was kostet memo-2.0?

Der Preis hängt von Zahl und Art der Sensormodule ab. Im ersten Jahr sind Mobilfunk und Portal enthalten, danach fällt eine jährliche Gebühr für Datenübertragung und Portalbetrieb an. Ich erstelle Ihnen ein Angebot für Ihre Konfiguration.

in Entwicklung, Feldtests laufen

memo-BT: Restfeuchte und Temperatur im Bauteil

Ein kompakter Funksensor, der beim Einbau in Estrich oder Ortbeton eingebracht wird und dort verbleibt. Er misst Feuchte und Temperatur im Material und sendet seine Messhistorie per Bluetooth Low Energy. Jedes Smartphone in Reichweite kann die Daten mit der App einsammeln, ohne Kopplung und ohne Netzwerk auf der Baustelle.

Das Ziel: den gesamten Trocknungsverlauf zerstörungsfrei dokumentieren, den Zeitpunkt der Belegreife eingrenzen und wiederholte Messungen mit Materialentnahme vermeiden. Der Sensor ist ab 35 mm Materialstärke einsetzbar und läuft über die gesamte Trocknungsphase mit einer Batterie.

Gehäuse des memo-BT Sensors mit Belüftungsschlitzen

Handhabung

Einschalten

Transportsicherung entfernen, der Sensor aktiviert sich.

Einsatzbereit

Eine blinkende Leuchtdiode zeigt die Bereitschaft an.

Einsetzen

In Estrich hineindrücken und die Oberfläche glätten. Für Ortbeton gibt es ein Gehäuse zur Vorabmontage an der Bewehrung.

Daten abrufen

Die App zeigt Verlauf und Historie, jederzeit während der Trocknung.

Belegreife

Temperatur und Feuchteverlauf verfolgen und den Zeitpunkt für die Belegung planen.

Smartphone mit Messkurven vor einer Betonwand, daneben zwei Sensorgehäuse

Was memo-BT anders macht

  • Installation ohne Fachpersonal, der Sensor verbleibt im Bauteil
  • Keine Vor- und Nacharbeiten, keine Bohrungen, keine Probenentnahme
  • Kontinuierliche Aufzeichnung von Feuchte und Temperatur im Material
  • Messhistorie im Funksignal: Daten auch dann vollständig, wenn tagelang niemand vor Ort war
  • Kein Pairing, jedes Smartphone mit der App sammelt Daten
  • Batteriebetrieb über die gesamte Trocknungsphase
  • Kompaktes Gehäuse, einsetzbar ab 35 mm Materialstärke
  • Sensorik mit ausgeglichenem Hystereseverhalten für belastbare Verläufe
  • Qualitätsnachweis gegenüber Bauherr und Folgegewerken
  • Erkennung von Fehlern im Bauablauf, etwa zu frühes Ausschalen oder falsches Heizen

Weitere Variante

Füllstand per Drucksonde

Dieselbe Plattform mit zwei Drucksensoren: einer an einer Kabelsonde im Wasser, einer im trockenen Gehäuse für den Luftdruck. Aus der Differenz ergibt sich der Füllstand, unabhängig vom Wetter. Gedacht für Zisternen, Behälter und Schächte ohne Stromanschluss. Die Variante befindet sich in der Erprobung.

Funksensor an einer Bewehrung vor dem Betonieren

Pilotprojekt gesucht

memo-BT ist ein Entwicklungsprodukt. Wenn Sie Estrich- oder Betonbauteile herstellen, verlegen oder prüfen und einen Sensor über eine reale Trocknungsphase begleiten möchten, sprechen wir über ein Pilotprojekt.

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